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Großer Saatner im Verband Wohneigentum Niedersachsen e.V.


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12.12.2016 00:00 Alter: 255 Tage

Totenehrung 2016

Totenehrung am Großen Saatner


12.12.2016

(bc) Am Volkstrauertag versammelten sich die Siedlerfamilien vom Großen Saatner am Ehrenmal in der Yorckstraße.

Die Männerchorgemeinschaft St. Georg Itzum/Singgemeinschaft Großer Saatner eröffnete die kleine Gedenkfeier mit dem Lied „Ruf nach Frieden“. Zur Kranzniederlegung verlas Kassenwart Hermann Faupel die Namen der in den letzten zwölf Monaten Verstorbenen Siedler und Siedlerinnen.

Siedlerfreund und Prädikant Otto Malcher erinnerte in seiner berührenden Ansprache an die Menschen, die vor achtzig Jahren die Siedlung am Großen Saatner erschaffen hatten, an die verstorbenen Urgroßeltern, Großeltern und Eltern, an Freunde und Nachbarn. Er gedachte der Bombenopfer des 2. Weltkrieges in der Yorckstraße, Lützowstraße und Marienburger Straße und der vielen Kriegstoten, die für Kaiser, Führer und Vaterland in sinnlose Kriege gezogen waren und nicht zurückkehrten. Er zitierte den Satz, der auf einer Stele an der Gedenkstätte Golm auf der Insel Usedom steht: „Dass nie eine Mutter mehr ihren Sohn beweint“. Diese Zeile stammt aus der ehemaligen Nationalhymne der DDR von Johannes R. Becher, wie auch der Satz „Alle Welt sehnt sich nach Frieden, reicht den Völkern eure Hand“. Diese Sätze sind aktuell, wir dürfen in Europa seit über siebzig Jahren in Frieden leben, aber in anderen Teilen der Welt wird gebombt und geschossen, der Ruf nach Frieden wird immer lauter, aber er verhallt an vielen Orten der Welt unerhört von den Mächtigen.

Der Chor sang „Dona nobis pacem“, gib uns Frieden, und gemeinsam betete die kleine Gemeinde das Vaterunser. Zum Abschluss trafen sich die Siedler an einer festlich geschmückten Tafel in der Klemmbutze zu einem gemütlichen Plausch bei Kaffee, Stollen und Keksgebäck, sprachen über alte Zeiten und gedachten der ehemaligen Nachbarn, Freunde und Verwandten, die nicht mehr unter ihnen waren. (Foto: bc)

 

Otto Malcher erinnert die kleine Gemeinde an die Sinnlosigkeit des Krieges.